Technik und Athletik werden jeden Tag trainiert. Der Kopf entscheidet – und wird dem Zufall überlassen. Hier ist das Training dafür: drei Bausteine, zehn Minuten am Tag.
Ausschnitte aus dem Vortrag vor der U21 des 1. FC Kaiserslautern, August 2026.
Im entscheidenden Moment gewinnt nicht der Beste. Es gewinnt der, der abrufen kann, was er kann.
Der Unterschied zwischen Training und Wettkampf ist kein Können, sondern ein Zustand. Und dieser Zustand ist trainierbar – nicht durch Motivation, sondern durch wenige Gewohnheiten, jeden Tag. Genau das hat mich seit über 35 Jahren beschäftigt, und genau das gebe ich weiter.
Kein Vortrag über Motivation, sondern ein Programm mit fester Reihenfolge und fester Dosis. Die drei Bausteine wirken nur zusammen – so wie Kraft, Ausdauer und Technik zusammenwirken.
Ruhige Bauchatmung, sechs Atemzüge pro Minute. In diesem Zustand nimmt das Unterbewusstsein auf. Läuft passiv beim Einschlafen – man muss nichts können.
Eigene Sätze, laut gesprochen, viermal hintereinander, vor dem Spiegel. Für jede Mannschaft und jedes Haus eigens formuliert – nicht von der Stange.
Eine konkrete Szene, durch die eigenen Augen, in normalem Tempo, immer mit gelungenem Abschluss. Der Kopf unterscheidet nicht, ob er es erlebt.
Ein Termin im Kreis der Mannschaft oder des Teams, in Ihrem Zeitfenster. Bewährt hat sich eine Stunde. Kommt die Wirkungsmessung dazu, rechnen Sie zehn Minuten mehr ein – fünf zu Beginn, fünf am Ende. Danach kostet es keine Minute Trainingszeit: Die zehn Minuten am Tag macht jeder für sich, zu Hause.
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bekommt danach ein Paket: die eigens formulierte Autosuggestion in zwei Fassungen, eine Anleitung zum Nachlesen, eine Liste für die 66 Tage und den Hinweis, wo die Aufnahme für Baustein 1 zu beziehen ist. Damit kann jeder noch am selben Abend anfangen.
Gelernt habe ich das mentale Training ab den achtziger Jahren in den Seminaren von Nikolaus B. Enkelmann in Königstein. Dort saßen regelmäßig Trainer und Spieler im Raum – unter anderem Norbert Elgert, seit 1996 Leiter der Schalker Knappenschmiede, mit dem ich 1993 dasselbe Seminar besucht habe. Wolfgang Frank hat mit Enkelmanns Methoden bei Mainz 05 gearbeitet: Atemübungen am Morgen, Stimmtraining im Trainingslager, Enkelmanns Bücher für die Mannschaft. Jürgen Klopp, damals sein Spieler, erinnerte sich später an junge Kerle, die plötzlich im Mannschaftsbus Bücher lasen, deren Titel er kaum verstand.
Fußballwissen bringe ich nicht mit – davon ist im Verein genug vorhanden. Ich bringe das Training für den Kopf mit, das dort niemand hat.
Seit über 35 Jahren wende ich das System selbst an: vor Prüfungen, Verhandlungen und Auftritten. Dokumentiert ist es in zwei Fachbüchern – Wertvolle Soft Skills für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater (IDW Verlag) und Soft Skills for the Professional Services Industry (Wiley).
Beruflich bin ich Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Unternehmer und Vorstandsvorsitzender der EACVA. Das ist kein Widerspruch zum Sport, sondern der Grund, warum das Training in beiden Welten funktioniert.
Eröffnung der EACVA-Jahreskonferenz
Schreiben Sie kurz, um wen es geht, wie viele Teilnehmer erwartet werden und welcher Zeitraum in Frage kommt. Sie bekommen zeitnah eine Rückmeldung, ob und wie es passt.
Anfrage per E-MailBeste Zeitfenster im Sport: Winterpause und Saisonvorbereitung. Für Unternehmen und Veranstaltungen gilt diese Einschränkung nicht.